Rainer Beller Dipl.-Ing. agr.
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Bio kann jeder

Bio in der Schulverpflegung

Der Anteil von Bio-Produkten in den Haushalten hat in den letzen Jahren ständig zugenommen. In Schulmensen erscheint es hingegen nahezu unmöglich, die oft teureren Bio-Produkte zu verwenden. Denn der "Preis" des Essens ist ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz und damit das Überleben der Einrichtung.

Eine Kampagne des Bundesprogramms Ökologischer Landbau zeigt Wege, wie Bio-Produkte dennoch das Speiseangebot von Schulen und Kitas bereichern können und dies nahezu kostenneutral:             

"Bio - kann jeder!"

Erfahrungen von Küchenleitern zum Einsatz von Bio-Produkten in Schulküchen:

  • Verfügbarkeit:
    Das Nebeneinander von Bio- und konventionellen Produkten ist problemlos möglich. Nicht immer stehen ausreichend Bio-Produkte zur Verfügung (Winter). Der Bio-Großhandel hilft, Beschaffungsprobleme zu überwinden. Es gibt eine Vielzahl von verarbeiteten und haltbaren Bio-Produkten.
  • Preis:
    Die Preisdifferenz variiert stark in Abhängigkeit von den Produkten. Biofleisch kann bis zu 80% teurer sein als konventionell erzeugtes Fleisch, der Preis für Obst, Gemüse und Getreideprodukte weicht nicht so sehr ab, ca. 20%. Mehrkosten können aufgefangen werden durch saisonalen Speiseplan, Komponentenauswahl einzelner Lebensmittelgruppen in Bio-Qualität und die Verringerung der Portionsgröße bei Fleisch.
  • Überzeugung:
    Bio bedeutet mehr Engagement für die Mitarbeiter, sie müssen dahinter stehen. Der Arbeitsaufwand kann höher sein (Gemüse öfter waschen).
  • Pädagogik:
    Kinder haben oft kein Verständnis für Obst- und Gemüsearten die nicht gängig sind („Rote Bete?  Wachsen die auf Bäumen?“). Im Zusammenhang mit "bio" wird auf das Verständnis dessen, was gegessen und getrunken wird, sehr viel Wert gelegt. So können Projekte, z.B. ganzjährige, wie das Begleiten der Kartoffel das ganze Jahr über in Zusammenarbeit mit Schule, Mensa und einem Bio-Hof durchgeführt werden. Kinder verändern ihr Verhalten, wenn sie über Ernährung aufgeklärt werden.
  • Qualität:
    Bio als Marketingfaktor! Durch den Einsatz von Bio-Produkten in der Schulverpflegung kann das Ansehen und damit die Akzeptanz der Einrichtung gesteigert werden.
  • Austausch:
    Austausch unter den Einrichtungen; Know-how! Regelmäßige Befragung, z.B. der Schüler/innen; Information; Weiterbildung; alle Beteiligten sind wichtig! Über den Mittagstisch kann das Thema Ernährung mit nach Hause gebracht und weiter ausgebaut werden.
  • Lieferanten:
    Landwirte (Erzeuger), Erzeugergemeinschaften, Verarbeiter (Bäcker, Metzger), Frischdienste (spezialisierte Händler, Großhändler), Naturkost-Großhändler (für Läden, Verhandlungssache), Konventionelle Lebensmittelhändler mit Biosortiment.

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